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Glühwürmchenwanderung am 22. Juni 2007
Wetteroptimisten wurden mit Leuchtkäferlichtern und trockenem Heimweg belohnt
Glühwürmchen verkörpern wie kaum ein anderes Tier den Zauber der Natur, erinnern an Kindheit, Ferien und Süden. Das Licht der Leuchtkäfer fasziniert Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Vermutlich liegt hierin die Ursache, dass trotz dem Wolkenbruch, der sich noch eine halbe Stunde vor Beginn der Wanderung über ganz Vallendar und das Feisternachttal ergoss, 28 kleine und große Naturfreunde auf dem Parkplatz an der Hillscheider Straße warteten, um das Naturschauspiel der Juninächte zu erleben. Und tatsächlich hatten die Teilnehmer der Glühwürmchenwanderung der INUS Glück: Die dunklen Wolken verzogen sich, man konnte draußen (!) in der Bembermühle bei Speis und Trank, netten Gesprächen und angenehmen Temperaturen auf die Dämmerung warten und dann erwartungsvoll den Heimweg antreten. Zuvor hatten die Teilnehmer viel Wissenswertes über die leuchtenden Insekten erfahren. So erfuhren sie zum Beispiel, dass sich die Larven der Glühwürmchen von Schnecken ernähren und dass sie deshalb im Feisternachttal mit seinem Bach und den feuchten Wiesen einen idealen Lebensraum finden. Der Name der “fliegenden Funken” ist auf die Form der Leuchtkäferweibchen zurückzuführen: Sie haben keine Flügel und eine wurmähnliche Gestalt. Das Leuchten dient der Partnersuche und entsteht durch einen chemischen Prozess im Körper der Tiere, bei dem kaltes Licht freigesetzt wird.
Auch wenn der Wald im Feisternachttal in diesem Jahr nicht einem Elfenwald glich, so lohnte sich die Wanderung dennoch in doppelter Hinsicht. Die Kinder konnten Glühwürmchenmännchen und -weibchen in ihren Becherlupen fangen und betrachten und dicht über den Köpfen der staunenden Naturbeobachter zogen einige Fledermäuse ihre Kreise.
Schon jetzt hofft die INUS wieder auf viel Glück im nächsten Jahr bei der Begegnung mit den Glühwürmchen. Denn wie bei allen Naturbeobachtungen lässt sich nicht voraussagen, ob sich die zauberhaften Lichter wirklich zeigen .
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