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Obstgarten für Jung und Alt
Mitten in Vallendar, im Dreieck zwischen der kath. Pfarrkirche, dem Kindergarten und dem Altenheim St. Josef befand sich der ehemalige Krankenhausgarten, der die Patienten und Angestellten mit frischen Obst und Gemüse versorgte. Das Krankenhaus wurde zum Altenheim und im Obstgarten starben allmählich die Bäume. Es blieb eine monotone Rasenfläche, an deren Rand das jüdische Mahnmal aufgestellt wurde.
2001 wurde in der INUS besprochen, wie diese Fläche interessanter und ökologisch wertvoller gestaltet werden kann. In Anlehnung an die Geschichte war die Idee zur Entstehung eines Obstgartens schnell geboren. Die Lage der Fläche direkt am Altenheim und am Kindergarten bedingte auch das Motto: "Obstgarten für Jung und Alt". Die Verhandlungen mit der kath. Pfarrgemeinde als Eigentümerin der Fläche, der caritas trägergesellschaft trier (ctt) als die Fläche nutzende und pflegende Institution und dem Kindergarten mündeten recht schnell in einen Kooperationsvertrag. In diesem Vertrag wurden die Rechten und Pflichten sowie die Ziele der drei Vertragspartner (INUS, ctt, Kindergarten) formuliert. In der damaligen Pressemitteilung hieß es: "Ziel des Vertrages ist es, die Fläche, auf welcher heute auch das Mahnmal für die jüdischen Mitbürger von Vallendar steht, für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Vallendar neu zu gestalten. Insbesondere für die Kinder des katholischen Kindergartens und für die Bewohner des Altenheimes St. Josef soll eine attraktive und umweltgerechte Bepflanzung mit heimischen Obstbäumen erfolgen. Langfristig soll auf dieser Fläche ein "Obstgarten für Jung und Alt" entstehen, in dem die Menschen sich zugleich in einer angenehmen Atmosphäre erholen können. Unterschiedliche Obstsorten bieten im Frühjahr eine Fülle verschiedener Blüten, im Sommer und im frühen Herbst eine Artenvielfalt an Obst und im Spätherbst ein buntes Laub. Die unterschiedliche Struktur der Bäume bietet selbst noch im Winter einen interessanten Aspekt. Die Aufwertung der Fläche durch Obstbäumen wird auch die Fauna vorteilhaft entwickeln. Hierdurch entsteht eine Oase für Naturbeobachter in der Innenstadt von Vallendar."
Am 25. März 2002 wurde der Obstgarten offiziell eröffnet und unter Hilfe der Kindergartenkinder und Bewohner des Altenheimes einige Bäume gepflanzt. Die restlichen Bäume wurden erst m Herbst 2002 eingebracht. In der folgenden Tabelle sind die Obstorten und die Spender der Bäume aufgelistet.
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Obstsorte
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Spender
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Hauszwetsche
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Verbandsgemeinde Vallendar
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Ingrid Marie (Apfel)
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Verbandsgemeinde Vallendar
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Geheimrat Dr. Oldenburg (Apfel)
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Verkehrsverein Vallendar
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Schwarze Knorpelkirsche
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caritas trägergesellschaft trier
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Jakob Lebel (Apfel)
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Frau Jakobs
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Burlat (Kirsche)
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In Erinnerung an Mariah Tendall
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Gräfin von Paris (Birne)
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Herr Schütz
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James Grieve (Apfel)
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INUS
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Goldparmäne (Apfel)
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INUS
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Williams Christ (Birne)
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INUS
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Weinbergspfirsich
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INUS
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Seither fanden viele Aktionen im Obstgarten statt. Die Kinder pflegten zusammen mit den Mitgliedern der INUS die Baumscheiben, die Bäume erhielten ihren Erziehungsschnitt und ein paar wenige Bäume wurden nachgepflanzt. Insbesondere war der Weinbergspfirsich immer wieder Ziel von Vandalismus, auch die anderen Bäume wurden nicht ganz verschont. Doch langsam entwickelt sich der Obstgarten nach den Vorstellungen der Kooperationspartner.
2003 veranstaltete die INUS ein Streuobstwiesenfest auf der Obstwiese. Für dieses Fest wurde ein kleines Rezeptheft für Apfelkuchen zusammengestellt. Falls Sie diese Rezepte möchten, klicken Sie bitte hier.
Bilder
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