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Vallendarer Naturschützer mähten Streuobsthang -Oase für Bürger, Lebensraum für Tier- und Pflanzenwelt, wertvolle Kulturlandschaft

„Man nehme“ 5 Motorsensen, ein paar Rechen, Heugabeln, dazu eine große Portion ehrenamtliches Engagement und lasse sich von 1ha Steilhang, hochgewachsenem dichtem Gras, kratzenden Brombeerranken und hochsommerlichen Temperaturen um die 30° C nicht abschrecken – so lautete wieder „das Rezept“ der Initiative Natur- und Umweltschutz e.V. (INUS), als es hieß „unsere Streuobstwiese muss wieder gemäht werden“.

Wer am Sonnabend, den 20.8.2011 einen Blick auf den Streuobsthang am Mallendarer Berg warf, konnte dort zahlreiche Mitglieder und Freunde der INUS beim Mähen ihrer von der Stadt Vallendar gepachteten Obstwiese beobachten. Viele helfende Hände sind für diese Pflegemaßnahme alljährlich erford
erlich, denn der Hang wird nicht nur mit mehreren Motorsensen gemäht, sondern auch vom Schnittgut befreit, um eine artenreiche Kräuterwiese entstehen zu lassen.

Mühsame Handarbeit bedeutet darüber hinaus das Ausreißen der Kanadischen Goldrute, eine aus Nordamerika eingewanderte Pflanzenart, die durch ihre rasche Bildung von Massenbeständen einheimische Pflanzen immer mehr verdrängt und auf der Wiese in kleinen „Inseln“ auftritt.

Durch die regelmäßige Biotoppflege hat sich inzwischen eine vielfältige Flora und Fauna entwickelt.  Neben zahlreichen Wildbienen, Schmetterlingen, Heuschrecken und anderen Insekten finden auch viele Vogelarten, Eidechsen, Fledermäuse und andere Kleinsäuger hier Wohnraum und Nahrung.

Neben heimischen Apfelsorten, Pflaumen und Walnüssen gedeihen auf der Fläche auch der weniger bekannte Speierling und die Mispel, aus deren Früchten früher Mus und Marmelade gekocht wurde

Auch in diesem Jahr wurde die INUS durch ein Mitglied des BUND Koblenz unterstützt. Über diese Zusammenarbeit freuen sich die Ehrenamtlichen besonders. Der schweißtreibenden Arbeit folgte ein Picknick mit belegten Brötchen und erfrischenden Melonenstücken auf der Wiese. Dem Küchenteam und allen Beteiligten auf der Wiese an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank!

 

10verkl.

Rheinischer Bohnapfel

8ausschnitt

Kurzfühler-Heuschrecke

11verkl.

Mispeln

9ausschnitt
12verkl.

Johanneskraut

4verkl.

Wilde Möhre mit Streifenwanze

Eine große Fläche ist bis zum Mittag gemäht

7verkl.

Wiesenflockenblume

5verkl.

HelferInnen und Küchenteam beim verdienten Picknick